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DIE SP THUN ERHEBT EINSPRACHE GEGEN DIE PLANAUFLAGE ZPP FREISTATT

Aus dem Präsidium, Aus der Fraktion, Aus dem Vorstand

Medienmitteilung der SP Thun zur Zone mit Planungspflicht Freistatt

Für die SP Thun sind die ZPP-Vorschriften in der Planauflage des Freistatt-Areals ungenügend. Sie erhebt deshalb Einsprache und verlangt Anpassungen zugunsten des gemeinnützigen Wohnungsbaus und des ökologischeren Wohnens. Sollten weder der Gemeinderat noch der Stadtrat auf die Forderungen eingehen, kann sich die SP Thun ein Referendum vorstellen.

Die Erneuerung eines Teils des Freistatt-Areals ist für die Stadt Thun eine grosse Chance, das gemeinnützige Wohnen zu stärken. In der Wohnstrategie von 2016 sowie im Erläuterungsbericht zur ZPP Freistatt und in der Thuner Wohnbau-Charta hat auch der Gemeinderat dieses Ziel festgeschrieben. Die SP Thun hat kein Verständnis dafür, dass der Gemeinderat diese Zielvorgabe in den ZPP-Vorschriften für das Freistatt-Areal nicht festschreiben will. Sie fordert deshalb mindestens drei Viertel für den gemeinnützigen Wohnungsbau und nicht nur mindestens ein Drittel, wie es der Gemeinderat vorsieht.

Der Klimaschutz ist ein Gebot der Zeit. Die SP Thun fordert deshalb den Gemeinderat dazu auf, die Freistatt zum ersten Plus-Energie-Quartier der Stadt zu entwickeln. Der Gemeinderat kann sich hierbei am Projekt Plusenergie-Quartier (PEQ) der Hauptstadtregion Schweiz orientieren. Ebenso an Quartieren in Ittigen, Schwarzenburg, Köniz und Bern, die als Vorbilder herangezogen werden können.

Dank der Nähe zum Stadtzentrum und der guten ÖV- und Langsamverkehrsanbindung ist das Freistatt-Areal bestens dazu geeignet, das Leben ohne Auto zu fördern. Mit einem entsprechend minimalen Parkplatz-Bedarf pro Wohnung (max. 0,5) kann auch der Verkehrsentlastung nachgelebt werden, wie es der Gemeinderat im Stadtentwicklungskonzept (STEK) 2035 propagiert.

Nach wie vor ein zentrales Anliegen der SP Thun ist, dass das Freistatt-Areal in der Hand der Stadt Thun bleibt. Allenfalls kann zur Unterstützung der Planungsziele Land im Baurecht abgegeben werden. Einem Verkauf oder Teilverkauf würde sich die SP Thun im Rahmen ihrer politischen und rechtlichen Möglichkeiten widersetzen.

Die SP Thun erwartet nun die entsprechenden Anpassungen der ZPP Freistatt durch den Gemeinderat. Sollte dies nicht erfolgen, wird die SP im Stadtrat die entsprechenden Anträge stellen. Falls sich die Politik den Anliegen der SP für den gemeinnützigen Wohnungsbau und einer zukunftsgerichteten ökologischen Überbauung verschliessen sollte, ist ein Referendum nicht ausgeschlossen.

Weitere Auskünfte:

Katharina Ali-Oesch, Co-Präsidentin & Stadträtin SP Thun, 079 355 47 86

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