Medienmitteilung der SP Thun zur Zone mit Planungspflicht Freistatt

Avatar of SP Thun SP Thun - 03.03.2018 -

Die SP Thun droht mit dem Referendum

Für die SP Thun werden die Chancen für eine nachhaltige Quartierentwicklung in der Zone mit Planungspflicht (ZPP) Freistatt zu wenig konsequent genutzt. So vermisst die SP Thun insbesondere eine deutliche Stärkung des gemeinnützigen Wohnens, eine klare Sicherstellung eines attraktiven Quartierschwerpunktes und den Mut zu einer autoarmen Siedlung. Sollte der Mindestanteil an Genossenschaftswohnungen nicht deutlich nach oben angepasst werden, kann sich die SP Thun ein Referendum vorstellen.

Mit dem partizipativen Prozess zur Quartiererneuerung zeigt sich die SP Thun zufrieden. Bei der vom Gemeinderat präsentierten Zone mit Planungspflicht Freistatt erwartet die SP Thun allerdings noch Anpassungen. Der Gemeinderat sieht in der ZPP Freistatt einen Mindestanteil von 25% für den gemeinnützigen Wohnungsbau vor. Dieser Mindestanteil reicht nicht einmal dazu aus, den Anteil des gemeinnützigen Wohnungsbaus in der Stadt Thun auf dem heutigen Niveau zu halten, moniert die SP Thun. Somit hat sich der Gemeinderat nicht an die Wohnstrategie gehalten, die er 2016 verabschiedet hat. Deshalb fordert die SP Thun die Erhöhung des Mindestanteils für den gemeinnützigen Wohnungsbau auf mindestens 75%.

Die Stadt Thun hat die Entwicklung des Freistatt-Areals auch als Landeigentümerin in der Hand. Diesen Trumpf darf die Stadt keinesfalls aus der Hand geben. Ein Verkauf von Land kommt für die SP Thun nicht in Frage, sondern allenfalls zur Unterstützung der Planungs-ziele die Abgabe von Land im Baurecht. Entscheidend für die Quartierbelebung und die Quartierzentrumsbildung ist, dass im Zentrumsbereich in den Erdgeschossen Wohnraum ausgeschlossen wird. Wenn die Vorgaben vage sind oder gänzlich fehlen, besteht das Risiko, dass wegen der höheren Rendite und der einfacheren Vermietung in den Erdgeschossen fast ausschliesslich Wohnnutzungen realisiert werden, wie es beispielsweise im Selvepark geschehen ist.

Im Weiteren fordert die SP Thun möglichst wenig ober- und unterirdische Autoabstell-plätze, weil sich das Freistatt-Areal in der Nähe des Stadtzentrums befindet und bestens mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen ist. Zudem soll in der Freistatt das Ziel eines 2000-Watt-Areals angestrebt werden. Hierzu müssen die energetischen Vorgaben in der ZPP Freistatt deutlich nach oben geschraubt werden.

 

Weitere Auskünfte: Jörg Weidmann, Co-Präsident SP Thun, 079 473 97 89

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