Wohnen

So sieht es die SP Thun

Die Thuner Wohnquartiere sind lebendig, durchgrünt und vielfältig; die Verschiedenartigkeit der Quartiere bietet allen Bevölkerungsgruppen und Generationen eine hohe Lebensqualität. Das soll auch in Zukunft so sein. Thun hat eine jahrzehntelange Tradition mit einem hohen Anteil an Genossenschaftswohnungen. Dies ermöglicht vielen Familien, Alleinerziehenden, älteren und jungen Menschen bezahlbaren Wohnraum. Die Stadt soll keinen Quadratmeter Land mehr verkaufen, sondern im Gegenteil bei sich bietenden Gelegenheiten Land dazu kaufen. Stadteigenes Land soll nur im Baurecht abgegeben werden und an die Gemeinnützigkeit und die Kostenmiete gekoppelt sein. Denn mit den Kostenmieten entwickeln sich die Mietzinse mittel- und langfristig um 20% und mehr günstiger als bei renditeorientierten Mietwohnungen. Ein weiteres Anliegen ist uns eine gute soziale Durchmischung der Quartiere als eine wichtige Voraussetzung für den Zusammenhalt und die nachbarschaftliche Solidarität. Für eine gute Versorgung der Quartiere müssen bestehende Quartierzentren gestärkt und über eine zeitgemässe Stadtplanung neue Quartierzentren gebildet werden.

 

Dafür setzt sich die SP Thun ein

Die SP will, dass die Stadt nach vielen Jahren des Nichts-Tuns wieder eine aktive Boden- und Wohnraumpolitik betreibt. Deshalb setzt sich die SP Thun für das genossenschaftliche und gemeinnützige Wohnen ein, beispielsweise auf dem Freistatt-Areal. Deshalb lehnt es die SP Thun ab, dass städtisches Land in der Freistatt an die städtische Pensionskasse verkauft wird. Denn die Pensionskassen vertreten die finanziellen Interessen ihrer Versicherten – und sind damit nicht geeignet, bezahlbaren Wohnraum zu fördern. Die SP Thun unterstützt zudem die gemeinnützigen Thuner Wohnbaugenossenschaften in ihren Bestrebungen, sich zu erneuern und zu vergrössern sowie die Bestrebungen zur Gründung neuer Wohnbaugenossenschaften. Zudem arbeitet die SP zurzeit zusammen mit engagierten Genossenschafter*innen eine Thuner Volksinitiative zur Förderung von bezahlbarem Wohnraum aus, die im Winter 2018/2019 lanciert werden soll.

 

Das hat die SP Thun dafür geleistet

Es waren engagierte Sozialdemokrat*innen und Gewerkschafter*innen, die in früheren Jahrzehnten in Thun eine Wohnbaugenossenschaft um die andere gegründet haben. An diese wichtige Tradition knüpft die heutige Generation der Sozialdemokrat*innen an. Die SP Thun unterstützt die Wohnraumstrategie der Stadt und die Erneuerung des Freistatt-Areals. Dank der Referendumsdrohung der SP hat der Gemeinderat den Mindestanteil von gemeinnützigem Wohnraum von 25% auf 33% erhöht. Das reicht aber nicht aus, weshalb die SP Thun ihre Referendumsdrohung aufrecht hält. Um den Bestand an gemeinnützigem Wohnraum auf dem heutigen Niveau zu halten, ist das Doppelte nötig, was die SP in diesem Sommer auch bei der Diskussion im Stadtrat über ihren Vorstoss zum gemeinnützigen Wohnungsbau bekräftigt hat.

Im Stadtrat hat die SP zudem auch einen Vorstoss eingebracht zur Einführung der Formularpflicht bei Wohnungswechseln. Diese Massnahme wirkt nachweislich kostendämpfend auf die Mieten. Gemeinderat und Stadtparlament, beide bürgerlich dominiert, wollten leider nichts davon wissen und haben den Vorstoss abgelehnt. Als einzige Partei in Thun bringt sich ausserdem die SP immer ein bei Mitwirkungen zu Überbauungsordnungen – und es war die SP, die im Herbst 2017 das Komitee „JA zum Melli“ in Goldiwil gebildet und erfolgreich angeführt hat. Die SP Thun hat ein umfangreiches Positionspapier zum Wohnen in Thun erarbeitet.